
3 Leitprinzipien für die Gemeinschaftsschule
Die Gemeinschaftsschule funktioniert nach drei Leitprinzipien.
- Vereinigung verschiedener Schularten unter einem Dach
- schrittweise Kooperation in örtlich variierenden Formen
- vollständige Integration als Ziel des längeren gemeinsamen Lernens
Die Gemeinschaftsschule vereint verschiedene Schularten, mindestens Mittelschule und Gymnasium, nach Möglichkeit auch Grund- und Förderschule. Dabei nehmen diese Schulen in Kooperation die Schüler einer Grundschule auf.
Die konkrete Ausgestaltung der Kooperation erfolgt je nach individuell zu vereinbarenden Voraussetzungen und pädagogischem Konzept der Gemeinschaftsschule. So kann beispielsweise in der fünften und sechsten Klassenstufe eine Orientierungsstufe eingerichtet werden und danach eine Differenzierung in Bildungsgänge erfolgen. Ebenso ist eine stärkere Integration über leistungsdifferenzierte Kurse oder leistungsgemischte Lerngruppen bis zur achten Klasse oder darüber hinaus möglich bzw. eine Mischform aus beidem. Je nach Ausrichtung kann das Abitur direkt an einer gymnasialen Oberstufe der Gemeinschaftsschule oder an einem regulären Gymnasium erworben werden. Dabei gilt: je stärker die Integration gelungen ist, desto mehr kann und muss die Gemeinschaftsschule von den klassischen Lehrplänen abweichende, eigene, an den vorgegebenen Bildungsstandards ausgerichtete Bildungspläne entwickeln.
Der Philosophie des längeren gemeinsamen Lernens kommt die Gemeinschaftsschule umso näher, je mehr sie die Differenzierung in Schularten zu Gunsten einer individuellen Lernkultur aufhebt. Die GRÜNE Idee der Gemeinschaftsschule strebt deshalb die Integration aller Schüler bis zur zehnten Klasse, die konsequente Aufhebung der Schulartdifferenzierung und den Erwerb aller Abschlüsse unter einem Dach an. Deshalb muss die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule nicht nur für kooperierende Schulen, sondern auch für Einzelschulen möglich sein.
