
Nach nur vier Jahren werden heute die Kinder nach der Grundschule getrennt. Dies ist zu früh, da zahlreiche Analysen bestätigen, dass die Selektion lediglich die soziale Herkunft der Kinder bestätigt. So haben Kinder mit Eltern aus der höchsten sozialen Gruppe sechs Mal höhere Chancen auf das Gymnasium zu gehen als Kinder der niedrigsten sozialen Schicht. Fähigkeiten und Intelligenz spielen kaum eine Rolle. Die Ausgestaltung des sächsischen Schulwesens muss daher in Richtung einer integrativen Schule gehen. Durch gemeinsames Lernen in unterschiedlichen Leistungsniveaus können Leistung und Anstrengung gefordert und individuelle Stärken ausgebaut werden. Eine gemeinsame Schulzeit macht es unmöglich, Schülerinnen und Schüler pauschal als leistungsschwach aufzugeben und in niedrigere Schulformen abzuschieben.
Voraussetzung für das Gelingen von Gemeinschaftsschulen ist eine günstigere Personalrelation, um die Anforderungen der pädagogischen Innovationen in der Anfangsphase zu meistern.
Im Dezember 2004 legte die bündnisgrüne Landtagsfraktion in Sachsen einen 7-Punkte-Plan vor. Das Konzept stieß die aktuelle Debatte um die Einführung von Gemeinschaftsschulen an und dient als Grundlage für eine Informationsoffensive. Bestandteile des 7-Punkte-Plans sind unter anderem die Genehmigung von Gemeinschaftsschulen auf Vertragsbasis und deren pro-aktive Begleitung durch die organisatorische Bündelung und Stärkung von Lehrerbildung und Beratung.
7-Punkte-Plan
Unseren 7-Punkte-Plan zur Einführung von Gemeinschaftsschulen in Sachsen als PDF-Datei herunterladen.
perspektive_2010+
Unser Eckpunkte-Konzept zur Personalentwicklung an den allgemein bildenden Schulen in Sachsen als PDF-Datei (460 kb) herunterladen.
Änderung des Schulgesetzes
Unseren Gesetzentwurf zur Änderung des Schulgesetzes als PDF-Datei (110 kb) herunterladen.