
Durch individuelles und selbständiges Lernen können Lernstarke ihr eigenes Leistungspotential zügig ausbauen.
Gemessen an dem hohen Potential sächsischer Schülerinnen und Schüler bleibt das sächsische Schulwesen weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Nur jeder Dritte sächsische Schulabgänger legt das Abitur ab. Damit liegt Sachsen weit hinter den in Europa üblichen Abiturquoten von über 60 % eines Jahrganges. Längeres gemeinsames Lernen in anderen Ländern zeigt: Leistungsanspruch und Chancengerechtigkeit sind keine Widersprüche, sondern bedingen einander. In der Wissensgesellschaft bleiben Studium und höhere Qualifikationen nicht nur einer Minderheit vorbehalten.
Die Gemeinschaftsschule ist dabei der Schlüssel zu einer breiten Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler. Individuelles Lernen fördert nicht nur Schwächere, sondern ermöglicht auch Stärkeren, besser ihren Interessen folgen zu können. Die Orientierung am eigenen Leistungsniveau erlaubt es, schneller die eigenen Fähigkeiten zu vervollkommnen. Zur Philosophie der Gemeinschaftsschule gehört es dabei auch, als leistungsstarker Schüler den Schwächeren zu helfen.