
Mit der Gemeinschaftsschule werden lange Schulwege aufgrund unterschiedlicher Schularten vermieden. Gemeinschaftsschulen bieten alle Chancen, Schulen zu sozialen und kulturellen Zentren vor Ort zu entwickeln.
Das sächsische Schulgesetz hat dazu geführt, dass in den vergangenen Jahren massenhaft Schulen geschlossen wurden – und dieser Prozess ist nach dem Willen des Kultusministers noch nicht beendet. Die Schule als Mittelpunkt des Stadtteils oder des „Dorflebens“ gehört damit der Geschichte an. Lange Fahrtwege sind die Folge. Die Gemeinschaftsschule bietet insbesondere für ländliche Regionen die Chance, verschiedene Bildungswege und Abschlüsse unter einem Dach zu vereinen. Sie verspricht dabei eine wesentlich höhere Bestandsstabilität als Mittelschule oder Gymnasium, weil alle Schülerinnen und Schüler einer Region auf eine Schule gehen.
GRÜNES Ziel ist es, Schulgebäude zu Häusern des Lernens von der KiTa bis zum Abitur zu machen. Dabei können als erster Schritt Schulgebäude gemeinsam für Grund- und Mittelschule sowie Gymnasium genutzt werden. So würde wohnortnahes Lernen für viele Regionen zur Realität.
Zusammen mit einer lebendigen und lebensnahen Lernkultur können Schulen wieder zu kulturellen Zentren werden. Theateraufführungen als lokales Ereignis sind in der Gemeinschaftsschule ebenso selbstverständlich wie die enge Verbindung von Unternehmen und Schule. Zugleich leisten Gemeinschaftsschulen einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der lokalen Infrastruktur. Die Attraktivität solcher Orte für die Ansiedlung von Unternehmen und den Zuzug junger Familien würde gesteigert.